Rundfunkbeitrag / Telefongebühren

 ARD,ZDR, Deutschlandradio  Beitragsbefreiung

  • Pro Wohnung  - egal wie viele Menschen dort leben und welche Rundfunkgeräte sie haben – ist ein Beitrag (zur Zeit: 17,50 € monatlich) zu zahlen.

Anspruch auf eine Befreiung von der Rundfunkbeitrags­pflicht auf Antrag haben:

  • Taubblinde Menschen: Taubblindheit im Sinne des Rundfunkbeitragsstaatsvertrages liegt vor, wenn auf dem besseren Ohr eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit und auf dem besseren Auge eine hochgradige Sehbehinderung gegeben ist. Um die Befreiung zu beantragen, ist einer der folgenden Nachweise über die Taubblindheit erforderlich:
    • eine fachärztliche Bescheinigung über die Taubblindheit oder
    • der Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen TBI, Bl (blind) und Gl (gehörlos) oder
    • der Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen Bl oder Gl zusammen mit einer fachärztlichen Bescheinigung über die je andere Behinderung oder
    • eine Bescheinigung des Versorgungsamtes über den Grad der Hör- und Sehbehinderung.
  • Empfänger von Blindenhilfe nach § 72 SGB XII sowie nach § 27 d Bundesversorgungsgesetz (BVG). Sonderfürsorgeberechtigte im Sinne des § 27 e BVG. Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU), besser bekannt als Sozialhilfe, oder nach § 27 a oder 27 d des Bundesversorgungsgesetzes.
  • Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.
  • Empfänger von Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II, einschließlich Leistungen nach § 22, ohne Zuschläge nach § 24 SBG II.
  • Empfänger von Ausbildungsförderung nach dem BAföG, die nicht bei ihren Eltern leben
  • Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
  • Empfänger von Hilfe zur Pflege nach Kapitel VII des SGB XII oder von Hilfe zur Pflege als Leistung der Kriegsopferfürsorge nach dem Bundesversorgungsgesetz oder von Pflegegeld nach den landesgesetzlichen Vorschriften.
  • Empfänger von Pflegezulagen nach § 267 I des Lastenausgleichgesetzes oder Personen, denen wegen Pflegebedürftigkeit nach § 267 II 1 Nr. 2 c des Lastenausgleichsgesetzes ein Freibetrag zuerkannt wird.
  • Auch eine Befreiung als besonderer Härtefall ist in Ausnahmefällen möglich.

Die zutreffenden Befreiungsvoraussetzungen sind durch beglaubigte Kopie zu belegen.

Eine Anspruch auf Ermäßigung des Rundfunkbeitrags (auf zur Zeit 5,83 Euro pro Monat) kann beantragt werden von:

  • Blinden oder wesentlich sehbehinderten Menschen mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 60 allein wegen der Sehbehinderung, die nicht vorübergehend ist und denen das Merkzeichen RF zuerkannt wurde;
  • Hörgeschädigten Menschen, die gehörlos sind oder denen eine ausreichende Verständigung über das Gehör auch mit Hörhilfen nicht möglich ist und denen das Merkzeichen RF zuerkannt wurde;
  • Menschen mit Behinderung, deren Grad der Behinderung nicht nur vorübergehend mindestens 80 beträgt und die wegen ihres Leidens nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können und denen das Merkzeichen RF zuerkannt wurde.

Wichtige Hinweise

Menschen mit Behinderung, die bestimmte Sozialleistungen erhalten, können statt einer Ermäßigung eine Befreiung beantragen.

Eine Befreiung oder Ermäßigung kann nur auf Antrag gewährt werden.

Die Antragsformulare sind bei Städten und Gemeinden, im Landratsamt sowie im Internet unter www.rundfunkbeitrag.de erhältlich.

  

Telefongebühren

Sozialtarif der Telekom

Den Sozialtarif der Telekom können folgende Personen bei der Telekom beantragen:

-  Personen, den eine Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht gewährt wird (monatliche  Gutschrift von 6,94 €)
-  Personen die Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erhalten. (monatliche  Gutschrift von 6,94 €)
-  gehörlos, seh- oder sprachbehinderte Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 90  (Monatsgutschrift von 8,72 Euro)

Die Vergünstigung gilt nur für Privatkunden mit Festnetzanschluss der T-Com. Der Sozialtarif wird auch gewährt, wenn ein in Ihrem Haushalt lebender Angehöriger die Voraussetzungen erfüllt.

So beantragen Sie den Sozialtarif der T-Com

Das Antragsformular für den Sozialtarif erhalten Sie in jedem Telekom-Shop oder als Download unter:

Antrag Sozialtarif

Geben Sie den Antrag ausgefüllt und unterschrieben im Telekom Shop ab und legen Sie die benötigte Bescheinigung vor (z.B. Schwerbehindertenausweis mit Kennzeichen RF, Bescheid über die Rundfunkbeitragsbefreiung).

Die Telekomstelle bestätigt Ihnen auf dem Antragsformular, dass die erforderlichen Nachweise vorliegen.

Keine Anrechnung der Sozialgutschrift auf die Grundgebühr

Die Gutschrift des Sozialtarifs können Sie nur für Verbindungen ins in- und ausländische Festnetz nutzen, Verbindungen in Mobilfunknetze werden voll berechnet.

Die Sozialgutschrift muss in dem Monat abtelefoniert werden, in dem sie gewährt wird, sie lässt sich nicht auf den Folgemonat übertragen.

Sind die Verbindungsgebühren im Abrechnungszeitraum niedriger als die Sozialgutschrift, verfällt der überschüssige Betrag. Eine Anrechnung der Gutschrift auf die Grundgebühr ist nicht möglich, die Vergünstigung ist nicht mit allen Tarifen der Telekom kombinierbar.

Wenn die Voraussetzungen für den Sozialtarif wegfallen, müssen Sie die Telekom  unverzüglich informieren.