Grundsicherung

 

Grundsicherung im Alter und bei voller Erwerbsminderung

Jeder Mensch kann in Not oder eine Situation geraten, in der er staatlicher Hilfe bedarf: durch einen Unfall, Krankheit, eine Behinderung, Pflegebedürftigkeit, den Tod des Partners oder zu geringes Einkommen.

Dann besteht die Möglichkeit, Hilfe nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) in Anspruch zu nehmen. Personen, die das Rentenalter erreicht haben oder die das 18. Lebensjahr vollendet haben und  dauerhaft erwerbsunfähig sind, können unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei voller Erwerbsminderung haben.  Auf diese Hilfen besteht ein Rechtsanspruch, sofern man sich  nicht selber helfen kann und ihm auch kein anderer hilft. Dabei spielt keine Rolle, wodurch die Notlage verursacht worden ist.
Bei der Grundsicherung unterscheidet man aber 2 Arten:

- die Grundsicherung nach dem SGB XII
- die Grundsicherung  für Arbeitsuchende (Alg 2)

Wer aus welchem der beiden Sozialgesetzbücher bei Hilfebedürftigkeit einen Leistungsanspruch haben kann, richtet sich nach dem Alter und seiner Erwerbsfähigkeit.


Anspruch auf Hilfe besteht, wenn der notwendige Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln insbesondere aus Einkommen und Vermögen sichergestellt werden kann. Die Höhe der Hilfe wird in jedem Einzelfall berechnet.
Der zu ermittelnde Bedarf setzt sich zusammen aus dem maßgebenden Regelbedarf, den tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung, sofern sie angemessen sind, und je nach Voraussetzung durch Mehrbedarfszuschläge. Von diesem Bedarf wird das Einkommen abgezogen. Die Differenz ergibt die Höhe der Hilfe.

Der Grundsicherungsbezug erfordert einen entsprechenden Antrag.


Nur wenn das Einkommen der Eltern oder Kinder der Leistungsberechtigten sehr hoch ist (mindestens 100.000,00 € jährliches Nettogesamteinkommen), besteht die Möglichkeit des Rückgriffes bei unterhaltspflichtigen Verwandten ersten Grades.

Landratsamt Saale – Orla – Kreis
Fachdienst Schwerbehindertenreht/Sozialhilfe
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